Der Alte Salzspeicher

Alte SalzspeicherLiebe Besucher,

das Kunstatelier Artequarium wurde von mir 1999 im Souterrain eines alten Salzspeichers  am Glückstädter Hafen eröffnet. Das Atelier dient zugleich als Werkstatt und Ausstellungsraum und ist unter anderem mit Brennofen und Galerieleisten ausgestattet. Hier arbeite ich, stelle meine Werke aus und gebe Kunstunterricht für Kinder und Erwachsene. Seit 2002 stellen hier auch andere Künstler gerne aus. Zu besonderen Anlässen finden hier Lesungen und Musikauftritte statt. Viel Freude beim Schauen und bis bald in Glückstadt!

Ihre Margarete Olschowka

 

Die Legende vom Alten Salzspeicher

Zusammengetragen von Heinz Kaufholz
Direkt am Binnenhafenufer erhebt sich der “Alte Salzspeicher” aus dem 19.Jahrhundert.Der mächtige, backsteingemauerte Speicher von 1827 steht auf einer quadratischen Grundfläche. Drei Böden haben von der Land- und von der Hafenseite her Zugang durch die in der Fassadenmitte übereinander angeordneten Luken. Das Mansarddach krönt den formschönen funktionalen Bau, ein Wahrzeichen des Binnenhafens.Zu Zeiten der Glückstädter Heringsfischerei 1894 – 1976 wurde er als Salzspeicher genutzt. Das steuerbegünstigte Salz kam mit der Hafenbahn und wurde auf den Speicherboden geschaufelt. Hier wurde es in Kantjes = Heringsfässer gefüllt. Neben dem Speicher lagen riesige Stappel von Kantjes. Wenn die Logger auf Fangreise gingen, nahmen sie leere und einen Teil mit Salz gefüllter Fässer mit. Auf See wurden die mit Treibnetz gefangenen Heringe gekehlt, d.h. durch einen Kehlschnitt geschlachtet und in die Kantjes gepackt.Anmerkung: An Salz 50-/60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden etwa 80 Eisenbahnwaggons á 20 Tonnen verbraucht.

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